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Was ist Dreigliederung des sozialen Organismus?
Initiative „Netzwerk
Dreigliederung"
Rundbrief
Dreigliederung
des sozialen Organismus
Institut für soziale Gegenwartsfragen
Fortbildungsseminare
Individualität und soziale Verantwortung
Sozialforschung
Literatur
Studientexte zur
Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage
Links
Englische Texte
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Termine des Ersten Durchgangs >>
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Studiengang
Sozialentwicklung
Soziale
Dreigliederung
als Weg zu Verständnis
und Gestaltung
sozialer Prozesse
Sozialqualifizierende
berufsbegleitende Ausbildung
Zweiter Durchgang
Februar
2008 bis Februar 2010
(Informationen zu einem
3. Durchgang auf Anfrage)
Warum
ein Studiengang Sozialentwicklung
Die
Probleme unserer Zeit rufen nach sozialer Erneuerung. Denn Strukturen, die eine
verantwortliche Gestaltung der Verhältnisse durch die Menschen behindern, sind
nicht mehr zeitgemäß. Eine Gliederung des sozialen Lebensgefüges, welche
Freiheit für die Kultur, konsequente demokratische Rechtsstaatlichkeit und
partnerschaftlich-solidarische sowie nachhaltige Formen der Ökonomie ermöglicht,
steht auf der Tagesordnung ( „Dreigliederung des sozialen Organismus“).
Die
zivilgesellschaftliche Bewegung wandte sich 1989 gegen einen Staat, der die
Kultur unterdrückte und die Wirtschaft bürokratisch bevormundete. Die
zivilgesellschaftliche Bewegung seit 1999 leistet Widerstand gegen eine von
Konzern- und Finanzinteressen bestimmte Ökonomie, die die Kultur ebenfalls
fremdbestimmt und die Demokratie aushöhlt, zugleich auch das Wirtschaftsleben
selbst verformt und seiner eigentlichen Aufgabe entfremdet.
Überall
machen sich Menschen auf den Weg der Suche nach Alternativen. Viele von ihnen
wollen nicht auf Veränderung warten, sondern schaffen alternative und
innovative Einrichtungen und Unternehmen bzw. stellen ihre Fähigkeiten solchen
Einrichtungen und Unternehmen zur Verfügung, wo sie bereits entstanden sind.
Wer
die soziale Welt verändern will, muss sie erkennen - und das heißt vor allem
die menschliche Relevanz aller sozialen Fragen verstehen. Daher bedarf es einer
Sozialwissenschaft, die theoretisch und praktisch zugleich ist und die auf einer
empirisch begründeten Anschauung des Menschen aufbaut. Eine solche
Sozialwissenschaft ist die anthroposophisch orientierte. Ihre Essenz ist die
Sozialgestaltung aus der Anschauung des Menschen als eines der Freiheit und
Verantwortung fähigen geistig-seelisch-leiblichen Wesens. Der Arbeitsansatz der
Dreigliederung des sozialen Organismus ist in diesem Menschenverständnis begründet.
Der
Studiengang will einen Ort schaffen, wo ein gründliches Studium alternativer
und anthroposophisch orientierter Sozialwissenschaft möglich ist.. Da viele
Menschen, die nach einem solchen Studium suchen, bereits beruflich engagiert
sind, kommt hierfür nur eine berufsbegleitende Ausbildung in Frage.
Der
Studiengang ergänzt die seit 1991 angebotenen überregionalen
Fortbildungsseminare „Individualität und soziale Verantwortung“, die
Grundfragen der sozialen Dreigliederung thematisieren, und die speziellen Kurse
für Verantwortungsträger in alternativen Einrichtungen, in denen es um die
spezifischen Fragen der Führung in der Selbstverwaltung geht.
>>
Zum Anfang
Der
Studiengang, dessen erster Durchgang 2006 begann, bietet eine Integration von
Grundlagenarbeit und Praxisfragen, wie sie vom Leben immer mehr gefordert wird.
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Menschen, die in Einrichtungen Verantwortung tragen, müssen sich mit den
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen und auf diese Einfluss zu
nehmen versuchen, wenn nicht von außen der innere Impuls behindert und unterdrückt
werden soll. Außerdem verlangen Aufgaben in der Führung von Einrichtungen
heute nicht nur entsprechende fachliche Kompetenzen, sondern zugleich eine
erweiterte Sozialkompetenz. Für beides braucht es ein Studium der sozialen
Dreigliederung, das nicht nur das allgemeine Verständnis vertieft, sondern die
Gestaltungsfähigkeiten erweitert, also „sozialqualifizierend“ ist.
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Auf der anderen Seite brauchen Menschen, die sich in sozialen Bewegungen,
NGOs und Netzwerken als AktivistInnen betätigen, nicht nur ein tiefergehendes
allgemeines Verständnis der nötigen gesellschaftlichen Umgestaltungen, sondern
auch das Gespür für die Probleme, die bei der Umsetzung allgemeiner Leitlinien
für eine andere Welt in die konkrete Praxis entsprechender Einrichtungen
auftreten.
-
Eine dritte Gruppe sind Menschen, die in die skizzierten
Verantwortlichkeiten hineinwachsen wollen und dafür eine qualifizierte
Vorbereitung suchen, während derer sie einstweilen ihre bisherige Berufs- oder
auch Studientätigkeit fortsetzen wollen.
Menschen,
die in dieser Richtung Bedarf haben, bieten wir seit 2006 einen über zwei Jahre sich
erstreckenden, berufsbegleitenden Studiengang Sozialentwicklung an.
Methodisch
spielen dabei neben den „klassischen“ Formen wie Impulsreferate,
Arbeitsgespräche, die Bearbeitung von Fragestellungen aus dem Teilnehmerkreis,
praktische Übungen, gemeinsame Zeitbetrachtungen und der Austausch und die
Auswertung der Erfahrungen, die die TeilnehmerInnen aus ihrem jeweiligen
Organisationsumfeld mitbringen, eine wichtige Rolle - wie auch individuell übernommene
Arbeitsaufgaben. Dadurch wird das jeweilige Thema von verschiedenen Seiten her
durchdrungen, so dass lebendige Bilder des sozialen Geschehens und entsprechende
Fähigkeiten entstehen können, die
die Quelle neuer Gestaltungen darstellen können.
>> Zum Anfang
1.
Studienjahr
Arbeitswoche
(10. bis 16. Februar 2008)
Grundlagen
und Aktualität der Dreigliederung
des sozialen Organismus
Wochenendseminar
(11./ 12. April 2008)
Grundlagen
und Bedeutung der Selbstverwaltung
im sozialen Organismus
Wochenendseminar
(6./ 7. Juni 2008)
Von
der Organisation zum Organismus
(Gliederung, soziale Lebensprozesse und Organbildung,
Salutogenese im Sozialen)
Wochenendseminar
(19./20. September 2008)
Grundlagen
und Praxis des assoziativen Wirtschaftens
Wochenendseminar
(7./8. November 2008)
Fragen
der Preisbildung in der Wirtschaft und
in der Kultursphäre, Preis und Lohn
Wochenendseminar
(9./10. Januar 2009)
Die
Bedeutung des Eigentums für
die individuelle und soziale Entwicklung
2.
Studienjahr
Arbeitswoche
(14. bis 20. Februar 2009)
Sozialgestaltung
und Menschenverständnis -
Das Soziale als Übungsfeld menschlicher Entwicklung
Wochenendseminar
(3./ 4. April 2009)
Die
Neuordnung des Geldwesens
Wochenendseminar
(29./30. Mai 2009)
Individualität
und Staat:
Der Vertrag als Quelle modernen Rechts
Wochenendseminar
(18./19. September 2009)
Individualität
und Staat:
Der Rechtsstaat als Schutz- und Förderraum
Wochenendseminar
(6./7. November 2009):
In
Entwicklungen denken (Nachhaltige Entwicklung)
Wochenendseminar
(8. - 10. Januar 2010)
Vom Ganzen her wollen (Arbeit, soziale Sicherung)
Abschließende
Intervision der Teilnehmer/innen
(Unterlengenhardt)
Änderungen
bleiben vorbehalten.
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Ort:
Die Arbeitswochen und die Intervisionstage finden in
der >> Studienstätte
Unterlengenhardt, Burghaldenweg 46, D-75378
Bad Liebenzell-Unterlengenhardt statt, die
Wochenendseminare im >> Anthroposophischen Zentrum,
Wilhelmshöher Allee 261, D-34131 Kassel.
Studiengebühren:
Die Kursgebühren
betragen
€ 1.500 pro Studienjahr. Hinzu kommen Kosten für eine -
preisgünstige - Unterbringung und Verpflegung.
Näheres auf Anfrage.
Anmeldeunterlagen
und weitere Informationen:
Institut
für soziale Gegenwartsfragen,
Libanonstr. 3, D-70184 Stuttgart, Tel. 0711 / 23 68 950, Fax 0711 / 23 60
218,
E-Mail: Institut@sozialimpulse.de,
Internet: www.sozialimpulse.de
Udo
Herrmannstorfer
(Dornach); * 1941, Industriekaufmann, Betriebswirt (HWL), volkswirtschaftliches
Studium. Seit 1971 als selbständiger Unternehmensberater tätig mit
Schwerpunkten Organisation und Ausbildung. Studium der Anthroposophie und ihrer
sozialen Impulse. Beratung und Begleitung von Initiativen, die nach neuen Formen
suchen, - vor dem Hintergrund der Idee der Dreigliederung.
Sozialwissenschaftliche Bearbeitung gesellschafts- und wirtschaftspolitischer
Fragestellungen. Internationale Vortrags- und Seminartätigkeit, Arbeit als
Redakteur und Autor. Leiter des Instituts für zeitgemäße Wirtschafts- und
Sozialgestaltung in Dornach.
Mag.
Friedrich Platzer
(Wien); * 1962, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft, Geschäftsführer
eines autonomen Kulturzentrums, Studium der sozialen Dreigliederung in Stuttgart
1987, seit 1994 Unternehmensberatung und Organisationsentwicklung mit dem
Arbeitsschwerpunkt: selbstverwaltete Einrichtungen, Leitung der Fachgruppe
„Wege zur Qualität, Sozialtherapeuten in Österreich", langjährige
Erfahrung in der Gestaltung von Entwicklungsprozessen und Lerngruppen im Rahmen
der Selbstverwaltung; Trainings im Bereich Führung in der Selbstverwaltung,
Team- und Konferenzarbeit, Kommunikation; verheiratet, 3 Kinder
Dr.
Michael Ross (Berlin);
* 1963, Studium der Soziologie, Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Mehrjährige
Unterrichtstätigkeit (Anthroposophie und soziale Dreigliederung) und Mitarbeit
in der Selbstverwaltung in einer freien Hochschulinitiative. Seit 1996 als
selbständiger Berater im Bereich betrieblicher Bildung und Unternehmenskultur tätig.
Vortrags- und Seminartätigkeit, diverse Publikationen. Seit 1998 als Begleiter
und Auditor im Bereich Qualitätsentwicklung in sozialen und pädagogischen
Institutionen tätig. Mitglied des Verfahrenskreises und Leiter der deutschen
Zweigstelle der „Stiftung Wege zur Qualität“.
Prof.
Dr. Harald Spehl
(Trier); * 1940, Studium der Volkswirtschaftslehre. Tätigkeit als Forschungs-
und Lehrassistent an den Universitäten Münster und Köln, 1973-1975 Professor
für Volkswirtschaftslehre an der Abteilung Raumplanung der Universität
Dortmund, von 1975 bis zur Emeritierung 2007 Professor für Volkswirtschaftslehre in Trier.
Arbeitsschwerpunkte sind Regionalentwicklung und Regionalpolitik, Fragen des
Zusammenhangs von Ökologie, Ökonomie und Sozialentwicklung (Nachhaltige
Entwicklung) und Kooperation in Wirtschaft und Gesellschaft. Seit 1990
Neuorientierung auf der Grundlage der Dreigliederung des sozialen Organismus.
Dr.
Christoph Strawe
(Stuttgart); * 1948, Studium (Philosophie und Sozialwissenschaft). Politisches
Engagement in der Studentenbewegung. Tätigkeit als Referent bei einem
NS-Verfolgten-Verband und als Verlagslektor. Studium der Waldorfpädagogik. 1986
Habilitation an der Universität Jyväskylä (Finnland). Lehrtätigkeit u.a. an
der Freien Hochschule Stuttgart (Seminar für Waldorfpädagogik). Überregionale
Vortrags- und Seminartätigkeit. Buchveröffentlichungen (u.a. "Marxismus
und Anthroposophie"). Geschäftsführer des Instituts für soziale
Gegenwartsfragen Stuttgart, Redakteur der Zeitschrift „Sozialimpulse -
Rundbrief Dreigliederung des sozialen Organismus" der Initiative Netzwerk
Dreigliederung.
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